
Ich bin der festen Überzeugung, dass sich Selbstreflexion, Entwicklung und Veränderungen auf der einen Seite sowie Humor, Freude, Spaß und ein hoher Wohlfühlfaktor auf der anderen Seite
nicht widersprechen.
Der Weg der Veränderung ist eine interessante Reise mit vielen magischen Momenten, wenn wir die Steine und Hindernisse humorvoll und wertschätzend zur Seite bitten.
Der folgende Codex bietet einen Orientierungsrahmen und kann nicht alle Eventualitäten abdecken. Jede Persönlichkeit, jedes Konzept und jede spezifische Situation können individuelle Ergänzungen oder Anpassungen erfordern. Ebenso können branchenspezifische bzw. nationale oder internationale Richtlinien (z. B. ICF, DBVC, IOBC) wichtige Aspekte enthalten, die zusätzlich zu berücksichtigen sind.
Hinzu kommt, dass auch ich mich auf einer stetigen Reise befinde und somit mein Codex immer wieder Ergänzungen und Veränderungen erfahren wird.
1. Grundhaltung und Selbstverständnis
1.1 Rolle der Teilnehmenden
Ich sehe die Teilnehmenden an meinen Formaten als Gäste. Mein Anspruch ist, dass sich alle Gäste bei mir wohl, sicher und willkommen fühlen.
1.2 Komfortzone
Nicht das Verlassen der Komfortzone, sondern die Erweiterung in dem individuellen Tempo meiner Gäste ist das Ziel.
1.3 Der Weg
Ich trage dazu bei, den Weg zu Veränderungen und zur Selbstreflexion mit Leichtigkeit und Humor zu gestalten.
1.4 Würde und Respekt
Ich begegne meinen Gästen mit Respekt, Wertschätzung und ohne Vorurteile. Ich achte ihre Persönlichkeit, ihr Potenzial sowie ihre Grenzen.
1.5 Rolle als Coach und Trainer
Ich sehe mich als Begleiter und Unterstützer in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Ich bin mir bewusst, dass meine Rolle klar von der herapeutischen Tätigkeiten zu unterscheiden ist.
1.6 Professionelle Selbstreflexion
Ich arbeite kontinuierlich an meiner persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung, reflektiere mein eigenes Verhalten sowie meine Methoden, um meine Qualität als Coach und Trainer zu sichern und zu steigern.
2. Ethische Prinzipien
2.1 Vertraulichkeit
Alle Informationen, die mir im Rahmen des Coachings anvertraut werden, behandle ich streng vertraulich. Ich gebe keine Daten oder Inhalte weiter, es sei denn, es liegt der ausdrückliche Wunsch meines Gastes vor.
2.2 Freiwilligkeit
Die Teilnahme an Coaching und Training beruht auf Freiwilligkeit. Ich respektiere den Wunsch des Gastes, Coaching oder Training zu pausieren oder abzubrechen.
2.3 Transparenz
Ich informiere meine Gäste offen über das Vorgehen, den Ablauf, die Methoden, die eingesetzten Tools und die voraussichtlichen Kosten des Formats. Sollte ich die Notwendigkeit sehen, mir während der Veranstaltungen Notizen zu machen, sind diese von meinen Gästen jederzeit einsehbar.
2.4 Unabhängigkeit
Meine Empfehlungen und Interventionen erfolgen unabhängig von persönlichen, wirtschaftlichen oder ideologischen Interessen. Ich lehne Aufträge ab, die mit meinen ethischen Grundsätzen und Werten unvereinbar sind.
3. Kompetenz und Qualitätssicherung
3.1 Fachliche Qualifikation
Ich setze ausschließlich Methoden ein, für die ich über eine entsprechende Ausbildung oder Zertifizierung verfüge und in deren Anwendung ich mich kompetent und komplett fühle.
3.2 Fortbildung
Ich halte meine Fachkompetenz durch regelmäßige Weiterbildung, Supervision und Austausch mit anderen Fachleuten auf dem aktuellen Stand.
3.3 Grenzen der eigenen Kompetenz
Ich erkenne an, dass meine Kompetenz als Coach und Trainer Grenzen hat. Überschreiten Anliegen und Probleme meine Fachkenntnis, empfehle ich dem Gast die Inanspruchnahme geeigneter Fachkräfte (z. B. Psychologen, Ärzte oder Anwälte).
4. Beziehung zum Gast
4.1 Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung
Ich schaffe eine Atmosphäre, in der sich meine Gäste sicher fühlen können, ihre Anliegen offen zu besprechen. Eine stabile Vertrauensbasis ist die Grundlage für erfolgreiche Coaching- und Trainings-Prozesse.
4.2 Gleichberechtigter Umgang
Jeder Gast wird als eigenverantwortliche Person betrachtet. Ich vermeide jegliche Bevormundung, Manipulation oder Abhängigkeit.
4.3 Konfliktlösung und Feedback
Sollten Konflikte auftreten, spreche ich diese transparent an und suche gemeinsam mit dem Gast nach Lösungen. Konstruktives Feedback wird als wichtiges Element der Zusammenarbeit angesehen.
5. Organisatorische Rahmenbedingungen
5.1 Vertragliche Regelungen
Vor Beginn des Coachings oder des Trainings werden schriftliche Vereinbarungen getroffen, die Ziele, Inhalte, Dauer, Kosten, Ort sowie die organisatorischen und datenschutzrelevanten Aspekte regeln.
5.2 Honorar und Zahlungsmodalitäten
Mein Honorar ist fair und transparent gestaltet. Ich informiere die Gäste und Auftraggeber über alle anfallenden Kosten und kläre Zahlungsmodalitäten vor Beginn der Zusammenarbeit.
5.3 Termine und Absagen
Ich lege mit meinen Gästen klare Regeln für Terminvereinbarungen und mögliche Stornierungen fest, um einen professionellen Rahmen für beide Seiten sicherzustellen.
6. Umgang mit Dritten und Interessenskonflikten
6.1 Auftragsklärung
Wenn das Coaching oder Training über Dritte (z. B. Unternehmen, Auftraggeber) initiiert wird, kläre ich die Ziele, gewünschte Inhalte, Erwartungen und Verantwortlichkeiten aller Beteiligten zu Beginn des Coachings und des Trainings transparent ab.
6.2 Information an Dritte
Informationen aus Coaching und Training gebe ich nur mit Einverständnis des Gastes an Auftraggeber oder andere Beteiligte weiter und nur in dem Maße, wie es im Vorfeld vereinbart wurde.
6.3 Interessenskonflikte
Ich offenbare mögliche Interessenskonflikte frühzeitig. Sollten solche Konflikte die Qualität der Coachings und Trainings beeinträchtigen, lehne ich den Auftrag ab oder beende ihn.
7. Nachhaltigkeit und Verantwortung
7.1 Gesellschaftliches Bewusstsein
Ich bin mir der gesellschaftlichen Auswirkungen meines Handelns als Coach und Trainer bewusst und fördere bei meinen Gästen nachhaltige Verhaltensweisen sowie ethisches Denken, sofern es zum Coaching- oder Trainings-Kontext passt.
7.2 Langfristige Entwicklung
Ich unterstütze meine Gäste darin, langfristige, eigenverantwortliche Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen und über den Coaching- oder Trainings-Zeitraum hinaus zu festigen.
8. Einhaltung und Weiterentwicklung des Kodex
8.1 Verpflichtung
Ich verpflichte mich, diesen Kodex einzuhalten. Ich erkenne an, dass Verstöße gegen diesen Kodex mein professionelles Ansehen beeinträchtigen und zu entsprechenden Konsequenzen führen können.
8.2 Offenheit für Verbesserung
Ich überprüfe diesen Kodex regelmäßig im Austausch mit Kollegen, Mentoren und in professionellen Netzwerken. Mein Ziel ist es, meine Arbeit und diesen Kodex kontinuierlich weiterzuentwickeln und den aktuellen Anforderungen anzupassen.
Wolfgang Boy (he/him)
ZAI®-Trainer – Coach – Referent
