Diversity nervt!

Meine Diversität

Warum nervt mich das Thema Diversity?
Warum soll ich mir Gedanken darüber machen, welches Geschlecht oder welche sexuelle Identität jemand hat. Interessiert mich doch gar nicht. Soll doch jeder so machen, wie er will. Geht mich doch gar nichts an.

Warum nervt mich das Thema Diversity?
Haben wir vielleicht doch etwas falsch gemacht? Mit erhobenem Zeigefinger und mit provokanten Aktionen auf unsere Ideologien hingewiesen. Versucht, andere von unseren Ideologien mit Nachdruck zu überzeugen?

Die militante Veganerin, das halbnackte Schwulenpärchen auf dem CSD, oder auch die Aktivisten, die sich auf der Straße festkleben und Kunstgegenstände verschandeln. Und die Genderextremisten, die nicht müde werden, mich immer wieder zu korrigieren und darauf hinzuweisen, wenn ich mal nicht gegendert habe? Oder die Feministin, die alle Männer nieder machen möchte, weil jetzt „die Frauen mal dran sind“?

Diversity ist unangenehm. Da geht es nämlich darum, Defizite unserer Gesellschaft sichtbar zu machen und auf Menschen hinzuweisen, die nicht die gleichen Möglichkeiten und Rechte haben, wie die meisten anderen von uns. Das kann man nun sinnvoll finden oder nicht. Das blöde ist nur: Alles und Jeder, der nicht der „Norm entspricht“, findet sich früher oder später in der Kategorie „divers“ wieder. Ganz abhängig davon, wen wir diese „Norm“ definieren lassen.

Wir müssten gar nicht über Diversity diskutieren, würden wir die Fähigkeit mitbringen, Menschen, die wir nicht in den uns bekannten Schubladen unterbringen können, wertfrei, interessiert und entspannt zu begegnen. Das liegt allerdings nicht in unserer Natur, denn alles, was wir nicht kennen, nicht nachvollziehen können, riecht zunächst einmal nach Gefahr. Und genau diese Erkenntnis macht uns Menschen schwach und verletzbar. Klar, das ist frustrierend. Dann doch lieber „weg damit“. Die gute Nachricht: Wr können das lernen. Wir haben die Möglichkeit, die Genzen zu sprengen.

Diversity ist unangenehm und anstrengend.
Darum ist es einfacher, die Regenbogenfahnen langsam abzuhängen – Amerika macht es vor – viele in Deutschland aktive Unternehmen machen es nach.

Aber, was bedeutet das eigentlich, wenn Homosexuelle, Transmenschen, Frauenrechte, Behinderte, Religionsfreiheit, alte Menschen, Ausländer etc. langsam aus unserem Bewusstsein verschwinden? Müssen wir dann zukünftig alle so sein – so leben – so aussehen wie Trump, Vance, Urban und Weidel? Müssen wir hinnehmen, dass Menschen in der Gesellschaft oder auch im Job ungerecht behandelt werden, weil eben diese Typen die Normen für uns festlegen? Oder geht es darum, dass wir divers oder nicht, einfach die Klappe halten und Missstände hinnehmen sollen?

Diversity ist unangenehm und anstrengend.
Andererseits können wir überall dort, wo über Diverstiy gesprochen wird – wo Diversity gelebt wird, einfach so ein, wie wir sind – solange wir andere Menschen nicht schädigen. Wir können uns geben, wie wir sind. Wir können sagen, was wir wollen. Wir können unser Potential ausschöpfen. Überall dort, wie über Diversity gesprochen wird, finden wir einen Safe-Space für unsere inneren Werte.

Nimmt das nicht jedem von uns wahnsinnig viel Druck?
Wäre es nicht wunderbar, seine eigene Verletzbarkeit nicht mehr verstecken zu müssen?
Wäre es nicht befreiend, in einer Gemeinschaft stark sein zu dürfen, ohne dieses „verkrampfte Anpassen“ um jeden Preis – damit man gefällt? Könnten wir diese Enegie, die es braucht, sich zu verbiegen, nicht sinnvoller einsetzen?

Lasst uns doch einfach mal wieder miteinander reden, verschiedene Lebensweise akzeptieren und vielleicht sogar Anregungen für uns selbst aus dieser Offenheit ziehen. Das wäre doch richtig cool!

Ich möchte nicht, dass Frauen sich Gedanken darüber machen müssen, ob sie genauso viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen. Ich möchte nicht, dass Homosexuelle Angst vor einem Outing der Kolleg:innen haben – schließlich arbeiten die als Menschen im Unternehmen. Ich möchte, dass Gefühl haben, dass ich über alles reden kann, ohne verurteilt zu werden.

Ich möchte nicht über Diversität sprechen.
Ich möchte über Freundlichkeit, Toleranz, Offenheit und Wertschätzung sprechen.
Ich möchte über ein WIR sprechen, damit wir Herausforderungen gemeinsam meistern und Probleme gemeinsam aus der Welt schaffen können.
Ihr auch?

Liebe Grüße
Euer Wolli (he/him)

Mehr als nur ein Trauerkloß

Die Veranstaltungsreihe zum Thema „Depressionen“

Liebe Leser:innen,

im vergangenen Jahr hatte ich im Rahmen eines Workshops zum Thema Unconscious Bias eine Begegnung, die ich heute mit Euch teilen möchte.
Im Rahmen der Selbstreflexion wurde folgende Frage diskutiert:
„Du weißt von Deinem Kollegen, dass er unter Depressionen leidet. Heute Abend findet Eure Firmenfeier statt, und dieser Kollege hat sein Kommen angekündigt. Was ist Dein erster Gedanke?“
Die Antwort einer Teilnehmerin:
„Hoffentlich bleibt der zuhause. Der vermiest uns ja allen die Stimmung.“

Ich möchte diese spontante Aussage nicht bewerten oder gar verurteilen. Auch möchte ich sie nicht pauschalisieren. Wir wissen alle: Umso weiter wir von Themen entfernt sind, umso abenteuerlicher werden unsere Assoziationen und Gedanken zu diesen Themen. Alles, was wir nicht kennen schreit „Gefahr!“ – mal lauter – mal leiser.

Und, wenn ich mir die politische Landschaft in Deutschland aktuell betrachte, ist da – nach meinem Empfinden – in den kommenden Jahren eher ein Rückgang an einem wertschätzenden Miteinander zu erwarten.

Darum ist es heute wichtiger denn je, sich anhand seriöser Quellen zu informieren und Stellung zu beziehen. Auch auf die Gefahr hin, dass man als woke beschimpft wird. Und auch darüber sollten wir einmal nachdenken: Was sagt es über Menschen aus, wenn sie über woken Schwachsinn sprechen? Woke bedeutet wachsames Bewusstsein für mangelnde soziale Gerechtigkeit – für Diskriminierung und Missstände. Und dieses Bewusstsein kann irgendwie nicht schwachsinnig sein.

Um auf die Begegnung in diesem Workshop zurückzukommen. Mich hat die Aussage der Teilnehmerin nachdenklich gestimmt und mich noch einmal darin bestärkt, auch in diesem Jahr wieder Veranstaltungen rund um das Thema Depressionen anzubieten. Der pme Familienservice NRW unterstützt mich bei diesem Vorhaben.

Ich freue mich, dass ich Euch heute die ersten 3 Termine bekanntgeben darf:


VA_97022 Mehr als nur ein Trauerkloß – Umgang mit Depressionen
Fachvortrag mit Impulsen und Tipps rund um die Themen: „Wie begegne ich mit Menschen, die mit Depressionen leben. Wie kann ich sie unterstützen und was sollte ich generell über die Erkrankungn wissen“.
Mittwoch, 16.04.2025 von 15:00 bis 16:00 Uhr
Virtuell über ZOOM

Mehr Infos / zur Anmeldung:

https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97022


VA_97023 Mehr als nur ein Trauerkloß – LEBEN mit Depressionen
Fachvortrag mit Impulsen, Gedanken und Tipps, die das Leben mit Depressionen ein wenig bunter gestalten können.
Freitag, 23.05.2025 von 15:00 bis 16:00 Uhr
Virtuell über ZOOM

Mehr Infos / zur Anmeldung:

https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97023


VA_97024 Mehr als nur ein Trauerkloß – Der Austausch
Live-Austausch für Betroffene, Freunde, Kolleg:innen, Vorgesetze und Interessierte in einem sicheren, wertschätzenden und sichtbaren Rahmen.
Freitag, 06.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr
Freitag, 13.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr
Freitag, 20.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr

Virtuell über ZOOM

Mehr Infos / zur Anmeldung:

https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97024


Ziel ist es, Berührungsängste, Hemmungen, Vorurteile abzubauen und den wertschätzenden Umgang zu stärken. Lasst uns mit alten Stigmen aufräumen und lasst uns Menshen unterstützen, die mit diesem Thema zutun haben. Lasst uns wieder ein bisschen zusammenrücken und die Menschlichkeit feiern!

Ich freue mich auf Euch.
Mit besten Grüßen
Wolfgang Boy (he/him)

Der Herbst ist gerettet ! – Angewandte Improvisation beim pme Familienservice

Die Tage werden wieder kürzer!
Das Laub fällt von den Bäumen!
Es wird wieder kühler!


Damit wir die gute Stimmung des Sommers auch im Herbst noch genießen können, macht der pme Familienservice auch in diesem Jahr den Herbst bunt – mit Angewandter Improvisation.

Neben bekannten ErlebnisWorkShops bietet der Familienservice auch einige neue Formate an.

Die Übungen der Angewandten Improvisation stärken Achtsamkeit, Gelassenheit, Fantasie, die positive Grundeinstellung und unsere Kommunikationsfähigkeit – Hemmungen, Ängste, Stress und Selbstzweifel werden reduziert. Und das alles in einem sehr humorvollen und wertschätzenden Rahmen:

Mittwoch, 17.08.2022 von 15:00 bis 16:00 Mittwoch, 12.10.2022 von 15:00 bis 16:00 Mittwoch, 16.11.2022 von 15:00 bis 16:00 Mittwoch, 14.12.2022 von 15:00 bis 16:00

Happiness Anchor
Eine virtuelle Fantasiereise mit Elementen aus der Angewandten Improvisation, dem NLP Ankern, Embodiment, Progressiver Muskelrelaxation, Entspannung und Achtsamkeit. Wohlbefinden pur! Die beste Möglichkeit, frische Energie zu tanken.




Montag, 19.09.2022 von 18:00 bis 20:00

Lass mal 5 gerade sein… und hol´die Kuh vom Eis
In diesem virtuellen Erlebnisworkshop werden wir einfach mal 5 gerade sein lassen und auf diese Weise, Bedenken, Ängste und Hemmungen abbauen. Wir holen die Kuh vom Eis und zeigen Möglichkeiten auf, die durch den ewigen Drang nach Perfektionismus verdeckt bleiben.


Mittwoch, 21.09.2022 bis Mittwoch, 05.10.2022 von 18:30 bis 20:00 (3xMittwochs)

#WertschaetzungXXL
Erlebt an drei aufeinander folgenden Terminen Impulse und Inspirationen zum wertschätzenden Umgang im beruflichen wie auch im privaten Kontext. Ein intensiver ErlebnisWorkShop mit viel Humor und Achtsamkeit zum Wohlfühlen und Mitmachen.




Montag, 07.11.2022 bis Montag, 24.11.2022 von 18:30 bis 20:00 (3xMontags)

#Willkommen im Hier und Jetzt XXL
Fühlst Du Dich auch manchmal müde, wenig motiviert und vielleicht sogar ein wenig genervt von den Informationsfluten, die uns täglich begegnen? Dann könnte das daran liegen, dass Du schon länger keine Reise ins „Hier und Jetzt“ unternommen hast. Lade Deinen Akku mit positiver Energie auf! Begleite uns in dieser 3teiligen Workshopreihe ins „Hier und Jetzt“. Für mehr Gelassenheit, Konzentration, Achtsamkeit – zum Abbau von Stress, Hemmungen und „unangenehmen Vorahnungen“.

Dienstag, 04.10.2022 von 7:30 bis 17:00

Sag Ja!
– Eine abenteuerliche Reise in die Welt der Improvisatin für Kinder von 6 – 12 Jahren

Wir reisen gemeinsam in die verrückte Welt der Improvisation, in der einfach alles möglich ist, wir alle zu Held:innen werden und es immer ein Happy End gibt.


Donnerstag, 06.10.2022 bis Donnerstag, 20.10.2022 von 18:30 bis 20:00 (3xDonnerstags)

#ZERO GRAVITY
– Schwerelose Kommunikation mit Angewandter Improvisation
Kommunikation kann spannend, bunt, lebendig, mitreißend und humorvoll sein. Leider kann sie manchmal auch sehr langweilig, missverständlich und anstrengend sein. In dieser humorvollen Workshopreihe testen wir verschiedene Kommunikationstechniken und schauen, auf welche individuellen Ressourcen wir zurückgreifen können.

Montag, 10.10.2022 von 18:00 bis 19:30 Montag, 17.10.2022 von 18:00 bis 19:30 Montag, 24.10.2022 von 18:00 bis 19:30 Montag, 31.10.2022 von 18:00 bis 19:30

#GoodMood – Raus aus dem Kopf und rein ins Vergnügen
Der humorvolle WohlfühlWorkshop mit Angewandter Improvisation zur Stärkung der positiven Grundeinstellung ist endlich wieder da.Wöchentlicher AktivWorkShop mit wechselnden Inhalten. Angewandte Improvisation und viel Humor zur Stärkung der positiven Grundeinstellung.




Mittwoch, 02.11. und 09.11.2022
Mittwoch, 16.11. und 23.11.2022
Mittwoch, 30.11. und 07.12.2022
Mittwoch, 14.12. und 21.12.2022
von 12:30 bis 13:00 Uhr

#PowerBreak – Entspannt und gut gelaunt in den Nachmittag starten
Die wahrscheinlich witzigste und verrückteste Mittagspause ist zurück. Abschalten – Entspannen – neue positive Energie schöpfen und motiviert in den Nachmittag starten. 30 Minuten gute Laune kompakt! Eine Anmeldung = 2 Termine nutzen!


Mittwoch, 09.11.2022 von 18:30 bis 20:30
Mittwoch, 07.12.2022 von 18:30 bis 20:30


Fairy Tale High – Magische Kommunikation mit Angewandter Improvisation
… das etwas andere Training für die Bereiche Kommunikation und Storytelling. Spontan, inspirierend und zum Schreien komisch…



Alle ErlebnisWorkShops sind für maximal 15 Teilnehmer:innen konzipiert und finden über ZOOM statt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Alle Termine, mehr Infos und zu den Anmeldung gibt es hier – auf der homepage des pme Familienservice:

Weitere Infos und die Links zur homepage des pme Familienservice findet Ihr auch auf meiner homepage. Klickt dazu einfach die Header an.

Für Kunden des pme Familienservice ist die Teilnahme kostenlos, sofern dieses Produkt im Leistungspaket Ihres Arbeitgebers enthalten ist. Externe Teilnahme ist auf Anfrage möglich. Sprecht mich gerne an!

Ich freue mich auf Euch!
Wolfgang Boy
ZAI®-Trainer für Angewandte Improvisation