Wertschätzung, Respekt und Buh-Rufe – Wenn Diversität kippt…


Liebe Menschen da draußen,

Jeder Fan des Eurovision Song Contest schaut sicherlich auch in diesem Jahr auf eine spannende und aufregende Zeit zurück. Nach Monaten der Vorentscheidungen, zwei Semi-Finalen – Endlich der große Abschluss der ESC-Saison 2025 – das Finale in Basel.

Es ist schon einige Jahre her, dass ich zuletzt zum Finale vor Ort war. Verändert hat sich aber nicht viel. Naja, die Fans sind heute wesentlich jünger, so zumindest mein Eindruck. Das mag allerdings auch daran liegen, dass ich älter geworden bin.

Aufwendige Inszenierungen, ein Publikum so bunt wie sonst nirgendwo. Das gibt es bei keinem CSD. Eltern mit Kindern, Rentner, LGBTQIA+ und alles daneben, dazwischen und mittendrin. Der ESC ist der anerkannte Safe-Space aller Menschen, die einfach zusammenkommen und feiern möchten. Entspannt, freundlich, offen und gut gelaunt.

Und es ist schon fanszinierend, wie dort jeder Song gefeiert wird – egal aus welchem Land, in welcher Sprache… – und wie textsicher viele sind. Vor allem, weil die meisten Titel in diesem Jahr in den jeweiligen Landessprachen gesungen wurden. Plötzlich singen deutsche Fans finnisch, Italiener singen schwedisch, Schweizer singen albanisch… Bei diesem Event herrscht eben noch Toleranz, Wertschätzung, Respekt und Offenheit. Die pure Begeisterung für einander.

Zumindest so lange, bis die israelische Sängerin auf die Bühne kommt. Das selbe Prozedere wie bereits im Vorjahr. In der Fernsehübertragung hat man davon nichts mitbegkommen. Da werden Zuschauerreaktionen herausgefiltert, wenn sie nicht zum Konzept passen. Ich zumindest habe vor lauter Buh-Rufe nichts von dem Song hören können. Selbst bei der Punktevergabe Gebrüll und Geschrei, wenn Israel Punkte bekam.

Und ich muss zugeben: Auch ich bin hin- und hergerissen. Sollte Israel, aufgrund der aktuellen Greueltaten, an einem solchen Event teilnehmen dürfen? Ausgerechnet an diesem Abend wurden wieder neue Großoffensiven angekündigt. Und auch das gebe ich zu: Beim spannenden Finale ging mir nichts anderes durch den Kopf als „Lass blos Israel nicht diesen Song Contest gewinnen“.

Ich frage mich nur, was in diesem Moment mit unserem Diversity-Gedanken passiert, wenn Künstler:innen und Sportler:innen aus Israel, aufgrund Ihrer Herkunft, ausgebuht werden. Sicher, man kann sagen: Die wissen ja, worauf sie sich einlassen. Aber auch für diese Menschen ist so ein Event vielleicht der Höhepunkt ihres Schaffens und Ihrer Leidenschaft. Die Leistung wird belohnt – begleitet von Buh-Rufen. Die Magie des Erfolges wird getrübt – die harte Arbeit endet in einer Atmosphäre aus Zorn, Wut und Verachtung.

Leider hat sich auch das nicht verändert. 2014 in Dänemark wurde das Zwillingspaar aus Russland gnadenlos ausgebuht. 2025 versuchten, palästinensische Fans während des Auftrittes von Yuval Raphael aus Israel die Bühne zu stürmen – 2014 waren es russische Fans, die den Auftritt von Mariya Yaremchuk aus der Ukraine zu stören versuchten.

Bei aller gerechtfertigten Kritik an dem Treiben der Politiker in den jweiligen Ländern, sollten wir vielleicht nicht vergessen, dass die Künstler:innen Menschen, wie Du und Ich sind, die wir hier aufgrund ihrer Herkunft diskiminieren, anschreien und Ihrer Magie berauben.

Naja, am Ende wurde die aufgeladene Situation durch das etwas undurchsichtige (aber durchaus spannende) Punktesystem aus Jury-Punkten und Televoting entschärft. Österreich gewinnt den Gesamtwettbwerb – Israel bekam allerdings im Televoting mit Abstand die meisten Stimmen (warum immer). Der EBU wird ein Stein vom Herzen gefallen sein. Nun muss sich niemand Gedanken darüber machen, ob der ESC im kommenden Jahr in Israel stattfindet.

Am Ende bleibt ein schaler Geschmack zurück nach einem wunderbaren Erlebnis. Und wiedereinmal hat sich der Mensch ein kleines Stück Magie selbst zerstört.

Liebe Grüße
Wolli

    Empathie fängt da an, wo Bewertung endet…

    … war sicherlich eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten vier Webinare.

    Stellen wir uns für einen Moment eine Welt vor, in der wir nur einige der Basics gelungener Kommunikation leben würden: Offenheit, Wertschätzung, Respekt, Achtsamkeit, Neugierde, Wohlwollen, Empathie… Es ist kaum vorstellbar, welche Energie wir gemeinsam entwickeln und wie viele Herausforderungen an Macht und Schrecken verlieren würden. Kaum vorstellbar, wie sich der Druck, unsere Ängste, unsere Unsicherheiten in positive Energie wandeln und Raum für Verbindung, Kreativität, Motivation und gute Laune schaffen würde.

    Wir könenn bei uns anfangen… in ganz kleinen Schritten. Indem wir unsere Sprache reflektieren, unsere Wertschätzung nach innen und außen tragen und, indem wir Verantwortung für die Gefühle übernehmen, die wir gewollt oder ungewollt ausösen. Und dabei muss man noch nicht einmal perfekt sein – vermeidliche Fehler zu machen ist normal – ja, sogar gewünscht. Denn das macht uns Menschen aus, so bleiben wir authentisch.

    Meine letzten vier Webinare haben gezeigt, dass das Bedürfnis vorhanden ist und hoffentlich haben sie auch gezeigt, dass dieses Vorhaben von Gelassenheit und Humor geprägt ist. Also, dass gelungene Kommunikation Spaß macht.

    In Zeiten des „woken Schwachsinns“ – Wie woke bin ich wirklich?
    Neben einem Test zu Bestimmung der eigenen Workeness (selbstverständlich mit einigen Augenzwinkern), haben wir WOKO, den lautstarken und polternden Wokeness-Kontrollverlierer, also quasi den Master der Empörung kennengelernt. Der leise seufzende Defensiv-Kritiker alter Ordnung, auch DEKA genannt, kam ebenso zu Wort, wie selbsternannte und echte Opfer der Wokeness. Und am Ende die Frage: Was passiert, wenn Wokeness aus unserem Verständnis verschwindet. Und glaubt mir: In einer solchen Welt möchtet Ihr nicht leben…

    In meiner Reihe „Mehr als nur ein Trauerkloß“ zum Thema Umgang mit Depressionen, wurden Hintergründe der Krankheit beleuchtet und zahlreiche Kommunikationstipps, die Druck abbauen und Offenheit signalisieren, diskutiert. Wie kann ich signalisieren, dass ich da bin und immer ein offenes Ohr und Herz habe. Und selbstverständlich ging es auch darum, wie wir uns selbst stärken können, um Betroffene zu unterstützen.

    Eine ganz besondere Fahrt mit einem Fahrstuhl der Emotionen des beruflichen Alltags habe wir in „Cool bleiben, auch wenn´s kocht“ durch die Welt der emotionalen Intelligenz gemeinsam unternommen. Anhand des Modells von Daniel Goleman gab es Tipps, Hintergrundinformationen, Übungen, Denkanregungen und Reflektionsfragen zu den einzelnen Säule. Und es gab erstmalig zu Beginn und zum Ende kleine Poetry-Slam-Blöcke zum Thema. Ob das jemand bemerkt hat?

    Gewohnt bunt ging es in meiner Reihe „#communicate fresh 2025“ zu. Diesmal zum Thema „Nix darf man mehr sagen“. Heißt diskutiert und nicht „ganz ohne“. Das Thema erregt aktuell die Gemüter. Ich hoffe, ich konnte auch hier ein bischen zur Gelassenheit aufrufen und Humor ins Spiel bringen.

    Wie Ihr seht, liegen wieder turbulente Tage hinter mir. Einen herzlichen Dank an alle, die diese Webinare besucht haben, für die tolle Unterstützung im technischen und seelischen Support sowie an den pme Familienservice, der mir die Möglichkeit gibt, über Herzensthemen zu sprechen.

    Ich freue mich schon auf die nächste Runde.

    Bleibt gelassen, bleibt optimistisch und bleibt freundlich…
    Liebe Grüße
    Wolli (he/him)
    ZAI-Tainer, Referent, Coach


    Die Zeit des „woken Schwachsinns“

    Ein Vortrag zwischen Cancel Culture, Kulturkampftaktik und kollektiver Verwirrung

    Mancheine:r mag sich fragen: Wie konnte es nur soweit kommen?
    In den 1930igern und 1960igern noch als „Aufschrei“ gegen Rassimus verstanden, hat heute alles rund um die Begrifflichkeit Wokeness einen eher verwirrenden Beigeschmack. Manchmal löst alleine der Gedanke daran, dass „etwas woke“ sein könnte, Panikattaken oder sogar Agressionen aus.

    Aber – Wer ist eigentlich woke, wer nicht und warum?
    Und vor allem: Was bedeutet es, woke zu sein und welche Folgen hat es, Wokeness zu canceln? Was hat die heutige Debatte noch mit Rassismus zu tun?
    Und wer profitiert von dieser oftmals inszenierten Debatte?

    „Woke“ war ursprünglich ein Weckruf – heute ist es oft ein Aufreger…

    Vom solidarischen Appell zur Wachsamkeit zum ideologisch aufgeladenen Kampfbegriff. Geht es womöglich schon lange nicht mehr „nur“ um Empathie, Achtsamkeit und Gerechtigkeit?

    In diesem Vortrag schauen wir mit Humor, Ironie und einer gehörigen Portion kritischer Neugier auf eine Debatte, die mehr über uns aussagt, als es auf den ersten Blick scheint.

    Wir machen den Selbsttest, prüfen wer Opfer und Nutznießer dieser Debatte sind und geben Tipps, wie wir mit „zuviel Wokeness“ umgehen können.

    Das wird spannend!

    Liebe Grüße
    Euer Wolli (he/him)
    ZAI-Trainer / Referent / Coach

    Diversity nervt!

    Meine Diversität

    Warum nervt mich das Thema Diversity?
    Warum soll ich mir Gedanken darüber machen, welches Geschlecht oder welche sexuelle Identität jemand hat. Interessiert mich doch gar nicht. Soll doch jeder so machen, wie er will. Geht mich doch gar nichts an.

    Warum nervt mich das Thema Diversity?
    Haben wir vielleicht doch etwas falsch gemacht? Mit erhobenem Zeigefinger und mit provokanten Aktionen auf unsere Ideologien hingewiesen. Versucht, andere von unseren Ideologien mit Nachdruck zu überzeugen?

    Die militante Veganerin, das halbnackte Schwulenpärchen auf dem CSD, oder auch die Aktivisten, die sich auf der Straße festkleben und Kunstgegenstände verschandeln. Und die Genderextremisten, die nicht müde werden, mich immer wieder zu korrigieren und darauf hinzuweisen, wenn ich mal nicht gegendert habe? Oder die Feministin, die alle Männer nieder machen möchte, weil jetzt „die Frauen mal dran sind“?

    Diversity ist unangenehm. Da geht es nämlich darum, Defizite unserer Gesellschaft sichtbar zu machen und auf Menschen hinzuweisen, die nicht die gleichen Möglichkeiten und Rechte haben, wie die meisten anderen von uns. Das kann man nun sinnvoll finden oder nicht. Das blöde ist nur: Alles und Jeder, der nicht der „Norm entspricht“, findet sich früher oder später in der Kategorie „divers“ wieder. Ganz abhängig davon, wen wir diese „Norm“ definieren lassen.

    Wir müssten gar nicht über Diversity diskutieren, würden wir die Fähigkeit mitbringen, Menschen, die wir nicht in den uns bekannten Schubladen unterbringen können, wertfrei, interessiert und entspannt zu begegnen. Das liegt allerdings nicht in unserer Natur, denn alles, was wir nicht kennen, nicht nachvollziehen können, riecht zunächst einmal nach Gefahr. Und genau diese Erkenntnis macht uns Menschen schwach und verletzbar. Klar, das ist frustrierend. Dann doch lieber „weg damit“. Die gute Nachricht: Wr können das lernen. Wir haben die Möglichkeit, die Genzen zu sprengen.

    Diversity ist unangenehm und anstrengend.
    Darum ist es einfacher, die Regenbogenfahnen langsam abzuhängen – Amerika macht es vor – viele in Deutschland aktive Unternehmen machen es nach.

    Aber, was bedeutet das eigentlich, wenn Homosexuelle, Transmenschen, Frauenrechte, Behinderte, Religionsfreiheit, alte Menschen, Ausländer etc. langsam aus unserem Bewusstsein verschwinden? Müssen wir dann zukünftig alle so sein – so leben – so aussehen wie Trump, Vance, Urban und Weidel? Müssen wir hinnehmen, dass Menschen in der Gesellschaft oder auch im Job ungerecht behandelt werden, weil eben diese Typen die Normen für uns festlegen? Oder geht es darum, dass wir divers oder nicht, einfach die Klappe halten und Missstände hinnehmen sollen?

    Diversity ist unangenehm und anstrengend.
    Andererseits können wir überall dort, wo über Diverstiy gesprochen wird – wo Diversity gelebt wird, einfach so ein, wie wir sind – solange wir andere Menschen nicht schädigen. Wir können uns geben, wie wir sind. Wir können sagen, was wir wollen. Wir können unser Potential ausschöpfen. Überall dort, wie über Diversity gesprochen wird, finden wir einen Safe-Space für unsere inneren Werte.

    Nimmt das nicht jedem von uns wahnsinnig viel Druck?
    Wäre es nicht wunderbar, seine eigene Verletzbarkeit nicht mehr verstecken zu müssen?
    Wäre es nicht befreiend, in einer Gemeinschaft stark sein zu dürfen, ohne dieses „verkrampfte Anpassen“ um jeden Preis – damit man gefällt? Könnten wir diese Enegie, die es braucht, sich zu verbiegen, nicht sinnvoller einsetzen?

    Lasst uns doch einfach mal wieder miteinander reden, verschiedene Lebensweise akzeptieren und vielleicht sogar Anregungen für uns selbst aus dieser Offenheit ziehen. Das wäre doch richtig cool!

    Ich möchte nicht, dass Frauen sich Gedanken darüber machen müssen, ob sie genauso viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen. Ich möchte nicht, dass Homosexuelle Angst vor einem Outing der Kolleg:innen haben – schließlich arbeiten die als Menschen im Unternehmen. Ich möchte, dass Gefühl haben, dass ich über alles reden kann, ohne verurteilt zu werden.

    Ich möchte nicht über Diversität sprechen.
    Ich möchte über Freundlichkeit, Toleranz, Offenheit und Wertschätzung sprechen.
    Ich möchte über ein WIR sprechen, damit wir Herausforderungen gemeinsam meistern und Probleme gemeinsam aus der Welt schaffen können.
    Ihr auch?

    Liebe Grüße
    Euer Wolli (he/him)

    Resilienz hat gerockt!

    Liebe Leser:innen,

    gestern hat Resilienz (mal wieder) gerockt.

    Eine spannende Reise lag hinter mir, bevor ich gestern diesen Vortrag gehalten habe. Es war der Versuch, Resilienz aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
    „Resilienz rockt“ hatte nicht den Anspruch, mit Lösungen und Übungen aufzuwarten. Vielmehr war mein Ziel, Impulse und Denkanstöße zu geben, damit wir zwischendurch auch einmal in die Reflektion kommen.

    Gestartet sind wir mit einem Songext zum Webinar, den ChatGPT geschrieben hat. Zugegeben, an der ein oder anderen Stelle ein wenig verwirrend, zeigte dieses Experiment einmal mehr, dass eine KI unsere eigenen Gedanken und Gefühle nicht so in Worte fassen kann, dass es der Individualität unserer Persönlichkeiten gerecht wird.

    Neben vielen Gedanken zur kontextspezifischen Selbstwirksamkeit, habe ich das Resilienzdreieck, die verschiedenen Variationen der Dankbarkeit und die Positive Grundeinstellung noch einmal vorgestellt.


    Alles mit den Fragen verbunden,
    – in welche „Rolle“ wollen wir schlüpfen?
    – Privat authentisch – im Job funktional?
    – Was macht Erwartungshaltung mit uns und anderen?
    – Wie kommen wir da hin: Bye bye Erwartungsdruck – hallo innere Freiheit?
    – Wie können wir unseren Körper nutzen, wenn uns das Lampenfieber packt?
    – Wie schaffen wir einen Raum für unsere Kompetenzen und Ressourcen?
    – Wie entwickeln wir Mut zu „Unperfektheit“

    Aufgrund der aktuellen Diskussionen haben wir die Bands Dankbarkeit und Positive Grundeinstellung in ein Battle geschickt. Wer hat wohl gewonnen?

    Resilienz rockt:

    „Resilienz ist wie ein guter Song: Du kannst nicht jede Note kontrollieren – aber du entscheidest, wie du spielst.“
    „Resilienz ist der innere Beat, der dich weiterspielen lässt, selbst wenn das Leben den Takt ändert.“
    „Resilienz ist wie Improvisation auf der Bühne: Du stolperst übers Kabel – und machst ’ne Show draus.“
    „Resilienz ist keine harte Schale, sondern die Fähigkeit, auch schiefe Töne in eine neue Melodie zu verwandeln.“
    „Resilienz ist die Kunst, aus jedem Rückschlag eine Zugabe zu machen.“
    „Resilienz ist nicht, wenn alles perfekt läuft – sondern wenn du trotzdem die Bühne rockst.“

    … und darum : Resilienz rockt

    Liebe Grüße
    Wolli (he/him)

    Resilienz rockt!

    Wie Dankbarkeit und Selbstwirksamkeit dich unkaputtbar machen…

    Mentale Gesundheit, Motivation und Erfolg durch individuelle Resilienz und gestärkter Selbstwirksamkeit. Ein Fachvortrag über eine bunte Reise vom Resilienzdreieck zur Dankbarkeit.

    Wie wir wissen, ist Individuelle Resilienz das Wundermittel vor, während und nach der Begegnung mit herausfordernden Situationen.

    Es heißt: Wenn Dankbarkeit ins Spiel kommt, erreichen wir unsere Ziele schneller und mit Leichtigkeit. „Erfolgreiche“ Menschen machen es vor.

    Oder ist es doch besser, Optimismus und eine positive Grundeinstellung zu pflegen?

    Das schauen wir uns gemeinsam an:
    Montag, 24.03.2025 von 15:00 bis 16:00 Uhr
    live beim pme Familienservice
    https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_94246

    Lasst uns gemeinsam Resilienz rocken!
    Ich freue mich drauf!

    Liebe Grüße
    Wolli (he/him)

    Ein Raum für Konflikte beim pme Familienservice

    Halli Hallo,

    In der kommenden Woche startet das Gruppencoaching mit der wunderbaren Yvonne Hayward zum Umgang mit Konflikten beim pme Familienservice.

    Ein Thema, dass aktuell immer wichtiger wird.

    Ich durfte beim letzen Mal dabei sein und war begeistert (und das soll echt was heißen…) 🙂
    Das Gruppencoaching ist humorvoll, praxisnah, einfühlsam und bietet überraschende Perspektiven. Das ganze findet in einem wertschätzenden und sicheren Rahmen statt. Der Wohlfühlfaktor wird hier groß geschrieben.

    3 Räume, die unsere innere Kraft und den Umgang mit Konflikten stärken.

    VA_96004 Ein Raum für Konflikte
    Gruppencoaching mit Yvonne Hayward
    Dienstag, 11.03.2025 von 15:30 bis 17:15 Uhr
    Dienstag, 18.03.2025 von 15:30 bis 17:00 Uhr
    Dienstag, 25.03.2025 von 15:30 bis 17:00 Uhr
    virtuell über ZOOM

    Raum 1
    Hier nimmst Du Deinen persönlichen Umgang mit Konflikten intensiv wahr kreierst einen Konflikt-Rahmen.

    Raum 2
    Anhand von praktischen Beispielen aus Deinem Alltag, erfährst Du, Konflikt als ein positives Werkzeug für Veränderungen und Vertrauen zu nutzen.

    Raum 3
    Dieser Termin dient dazu eine Konflikt-Kultur in Deiner Abteilung, Deinem Unternehmen, Deinem Leben zu kreieren und zu etablieren.

    Begleite unsere mehrfach ausgezeichnete Reiki Großmeisterin und Heilpraktikerin (Psychotherapie) Yvonne Hayward auf dem Weg zum physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Einklang, der die Basis für den Raum für Konflikte bildet.

    Es gibt noch freie Plätze!
    Meldet Euch an – es lohnt sich.

    Hier gibt es mehr Infos:
    https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_96004

    Bei Rückfragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung:
    Wolfgang.Boy@familienservice.de

    Liebe Grüße
    Wolli


    Mehr als nur ein Trauerkloß

    Die Veranstaltungsreihe zum Thema „Depressionen“

    Liebe Leser:innen,

    im vergangenen Jahr hatte ich im Rahmen eines Workshops zum Thema Unconscious Bias eine Begegnung, die ich heute mit Euch teilen möchte.
    Im Rahmen der Selbstreflexion wurde folgende Frage diskutiert:
    „Du weißt von Deinem Kollegen, dass er unter Depressionen leidet. Heute Abend findet Eure Firmenfeier statt, und dieser Kollege hat sein Kommen angekündigt. Was ist Dein erster Gedanke?“
    Die Antwort einer Teilnehmerin:
    „Hoffentlich bleibt der zuhause. Der vermiest uns ja allen die Stimmung.“

    Ich möchte diese spontante Aussage nicht bewerten oder gar verurteilen. Auch möchte ich sie nicht pauschalisieren. Wir wissen alle: Umso weiter wir von Themen entfernt sind, umso abenteuerlicher werden unsere Assoziationen und Gedanken zu diesen Themen. Alles, was wir nicht kennen schreit „Gefahr!“ – mal lauter – mal leiser.

    Und, wenn ich mir die politische Landschaft in Deutschland aktuell betrachte, ist da – nach meinem Empfinden – in den kommenden Jahren eher ein Rückgang an einem wertschätzenden Miteinander zu erwarten.

    Darum ist es heute wichtiger denn je, sich anhand seriöser Quellen zu informieren und Stellung zu beziehen. Auch auf die Gefahr hin, dass man als woke beschimpft wird. Und auch darüber sollten wir einmal nachdenken: Was sagt es über Menschen aus, wenn sie über woken Schwachsinn sprechen? Woke bedeutet wachsames Bewusstsein für mangelnde soziale Gerechtigkeit – für Diskriminierung und Missstände. Und dieses Bewusstsein kann irgendwie nicht schwachsinnig sein.

    Um auf die Begegnung in diesem Workshop zurückzukommen. Mich hat die Aussage der Teilnehmerin nachdenklich gestimmt und mich noch einmal darin bestärkt, auch in diesem Jahr wieder Veranstaltungen rund um das Thema Depressionen anzubieten. Der pme Familienservice NRW unterstützt mich bei diesem Vorhaben.

    Ich freue mich, dass ich Euch heute die ersten 3 Termine bekanntgeben darf:


    VA_97022 Mehr als nur ein Trauerkloß – Umgang mit Depressionen
    Fachvortrag mit Impulsen und Tipps rund um die Themen: „Wie begegne ich mit Menschen, die mit Depressionen leben. Wie kann ich sie unterstützen und was sollte ich generell über die Erkrankungn wissen“.
    Mittwoch, 16.04.2025 von 15:00 bis 16:00 Uhr
    Virtuell über ZOOM

    Mehr Infos / zur Anmeldung:

    https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97022


    VA_97023 Mehr als nur ein Trauerkloß – LEBEN mit Depressionen
    Fachvortrag mit Impulsen, Gedanken und Tipps, die das Leben mit Depressionen ein wenig bunter gestalten können.
    Freitag, 23.05.2025 von 15:00 bis 16:00 Uhr
    Virtuell über ZOOM

    Mehr Infos / zur Anmeldung:

    https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97023


    VA_97024 Mehr als nur ein Trauerkloß – Der Austausch
    Live-Austausch für Betroffene, Freunde, Kolleg:innen, Vorgesetze und Interessierte in einem sicheren, wertschätzenden und sichtbaren Rahmen.
    Freitag, 06.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr
    Freitag, 13.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr
    Freitag, 20.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr

    Virtuell über ZOOM

    Mehr Infos / zur Anmeldung:

    https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97024


    Ziel ist es, Berührungsängste, Hemmungen, Vorurteile abzubauen und den wertschätzenden Umgang zu stärken. Lasst uns mit alten Stigmen aufräumen und lasst uns Menshen unterstützen, die mit diesem Thema zutun haben. Lasst uns wieder ein bisschen zusammenrücken und die Menschlichkeit feiern!

    Ich freue mich auf Euch.
    Mit besten Grüßen
    Wolfgang Boy (he/him)

    Der Nachtgedanke – Reise ins Bildungssystem der 70iger

    Wie viele von Euch wissen, bin ich seit fast 6 Jahren als Tainer und Referent unterwegs. Und selbstverständlich besuche ich viele Veranstaltungen und Foren, um mein Wissen und meine Fähigkeiten zu vertiefen. Dazu gehört auch, die eigene Vorgehensweise zu reflektieren und gegebenenfalls zu korrigieren oder zu verändern. Das ist ja genau das, was an dieser Aufgabe – neben den interessanten und inspirierenden Begegnungen bei den Workshops – Spaß macht. Ich habe die Möglichkeit, mich und meine Ansätze weiterzuentwickeln.

    Bei jeder externen Veranstaltung, die ich besuche, mache ich mir bewusst, dass da vor mir Menschen stehen, die Wissen vermitteln. Menschen mit Geschichten, mit Stärken und Schwächen, mit unterschiedlichen Werten und Erfahrungen. Und oftmals ist das Gelingen einer Veranstaltung auch ein wenig von der Tagesform abhängig. Aus all diesen Gründen fällt es mir in der Regel schwer, eine Veranstaltung negativ zu bewerten. Ich weiß, da steckt sehr viel Arbeit drin.

    Und, ich kann natürlich niemals ausschließen, dass mich Personen mit ihrem Verhalten, Ihrer Art sich auszudrücken und vielleicht manchmal auch mit ihrer Persönlichkeit aufwühlen. Schließlich bin ich auch nur ein Mensch, und ich trage meine Päckchen mit mir rum. Wenn man sich entscheidet, das zu tun, was ich tue – egal, ob als Trainer oder Coach, heißt das ja nicht, dass ich die Weisheit mit Löffeln gegessen habe und nicht ab und zu in alte Verhaltensmuster falle.

    Am vergangenen Donnerstag und Freitag habe ich wieder einmal eine Weiterbildung besucht. 16 Stunden Online! Vorgestellt wurden Coachingtools wie Das innere Team, Timeline, Genogramm und Das innere Kind.

    Und? Was soll ich sagen?

    Es war eine Reise in das Bildungswesen der 70iger Jahre. So, wie ich es in der Schule kennengelernt habe. (Verdammt lang her!)

    Eine Welt, in der „Bildungskräfte“ Ihr Programm herunterrattern und auf Rückfragen unsensibel mit der Tendenz zur Arroganz reagieren. Die Schüler:innen abholen? Die Schüler:innen motiveren? Herzblut für ihre Themen? Fehlanzeige! Dafür sind, so wurde es auch mehrfach betont, die Lehrkräfte nicht „zuständig“.

    Da wurden sensible Tools in der Coaching-Weitebildung vorgestellt, die eigentlich Ihren Platz in der Psychotherapie haben. Und auf Rückfragen, wie die Tools eingeleitet oder eingesetzt werden, spricht die Dozentin davon, dass wir uns mal nicht immer so einen Leistungsdruck machen sollten.

    Und auf den Einwand hin, dass wir im Umgang mit Menschen ja nun auch eine gewisse Verantwortung haben – selbst als Coach – , hieß es: Das sind gesunde und erwachsene Menschen, die dafür selbst die Verantwortung tragen müssen.

    Angesprochen auf den Wohlfühlfaktor, der ja in meinen Augen einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leistet, dass Menschen sich öffnen und am Ende etwas mitnehmen, wäre die Dozentin (wahrscheinlich) gerne in höhnisches Gelächter ausgebrochen. Das hat sie sich dann aber doch verkniffen und gesagt: Naja, wenn die Leute nur zu Dir kommen, weil es bei Dir so nett ist…

    Willkommen im alten Schulsystem.

    In einem Schulsystem, in dem sich „Arbeit“, Lernen, Weiterentwicklung und Reflektion auf der einen Seite – und Begeisterung, Motivation, Freude und Spaß auf der anderen Seite – gegenseitig ausschließen.

    Sorry, aber dabei empfinde ich das starke Bedürfnis, mal ordentlich in die Ecke zu kotzen!

    Und die Reise ging weiter (zur Erinnerung: 16 Stunden, online).

    Ich habe sehr viel darüber erfahren, was Frauen sind und was Frauen können – und vor allem was Männer eben nicht wissen. Auf die Bitte hin, bei Klischees und Generalisierungen einen Gang zurückzuschalten, habe ich fast alles über das Patriachat erfahren. War jetzt nicht viel neues dabei. Und irgendwie hatte ich den Verdacht, dass eine solche Weiterbildung nicht unbedingt der richtige Ort für so etwas ist.

    Denn. Ist es nicht gerade an uns, die im täglichen Kontakt zu Menschen stehen, mit Vorurteilen, Voreingenommenheit und Ausgrenzung aufzuräumen? Wenn es wirklich zur Coachingsausbildung gehört, Unconscious Bias zu nähren, dann bin ich da wohl falsch – das ist mir echt zu anstrengend.

    Das Modell des Inneren Teams wurde von der Dozentin mit einer Freiwilligen demonstriert. Vor 18 laufenden Kameras wurden intime und reflektierende Fragen gestellt und auf Antworten gedrängt. Gott sein Dank, haben fast alle Teilnehmer:innen im Verlauf die Kameras ausgeschaltet, nachdem ich im Chat darum gebeten habe. Der Teilnehmerin hat das alles nichts ausgemacht, sagt sie. Ich persönlich konnte das kaum mit ansehen, weil ich den Eindruck hatte, dass die Versuchsperson zu Antworten gedrängt wurde. Das liegt allerdings daran, dass ich selbst noch sehr viel aufzuarbeiten habe, sagt die Dozentin. Man muss ja erst einmal bei sich selbst aufräumen bevor man als Coach unterwegs ist. Wie wahr! Ein wenig Sensibilität, Empathie, eine professionelle Anleitung, Kommunikation auf Augenhöhe und die Erschaffung eines sicheren Rahmens – das alles gehört allerdings auch dazu.

    Aber, das ist lediglich meine Meinung.
    Und wer bin ich schon?
    Ich bin ja nur ein Mann, der das Patriachat aktiv unterstützt und stehe als Sinnbild für das Leid und die Diskriminierungen, die Frauen seit Jahrtausenden erfahren.
    Fuck, und ich wusste das anscheinend nicht!

    Selbstverständlich trage auch ich schwarze Flecken mit mir herum, die die Dozentin eventuell sichtbar gemacht hat, was zu dieser „etwas übertriebenen Auseinandersetzung mit diesen zwei Tagen“ geführt haben könnte.

    Ich liebe meinen Job.
    Ich liebe das, was ich tue.
    Und ich liebe es, Menschen in meinen Workshops und Vorträge zu begegnen. Ihre Sichtweisen, Ihre Perspektiven, Ihre Ressourcen, Stärken und Schwächen (zumindest im Ansatz) kennenzulernen.

    Und es gehört schon einiges dazu, mich meiner Begeisterung für diese Themen, meiner Motivation und meinem Humor zu berauben. Wisst ihr auch warum? Weil ich sonst leer bin. Und genau das haben mir meine Gefühle in den Tagen nach dieser Weiterbildung ganz deutlich gezeigt. Bleibt die Frage, ob man für diese Erkenntnis so viel Geld ausgeben sollte.

    Am Ende bestätigt sich wieder einmal das Zitat von Maya Angelou, das in dem oben beschriebenen Rahmen nett belächelt wurde:
    Menschen mögen vergessen, was Du gesagt hast
    Menschen mögen vergessen, was Du getan hast
    Aber Menschen vergessen niemals das Gefühl, dass Du in ihnen ausgelöst hast.

    Ich werde mich auf jeden Fall an dieses Gefühl, dass mir die Dozentin vermittelt hat, noch lange erinnern.

    Und einen Lerneffekt hat das ganze für mich auf jeden Fall: Ich werde – auch, wenn es als Coach angeblich nicht wichtig ist – zukünftig noch mehr darauf achten, dass ich in meinen Formaten ein gutes Gefühl vermittel, einen Safe-Space aufbaue, auf Augenhöhe kommuniziere und den „Begriff“ der Wertschätzung leben.

    Vielen Dank Frau Dozentin!

    Liebe Grüße
    Euer Wolli