Diversity nervt!

Meine Diversität

Warum nervt mich das Thema Diversity?
Warum soll ich mir Gedanken darüber machen, welches Geschlecht oder welche sexuelle Identität jemand hat. Interessiert mich doch gar nicht. Soll doch jeder so machen, wie er will. Geht mich doch gar nichts an.

Warum nervt mich das Thema Diversity?
Haben wir vielleicht doch etwas falsch gemacht? Mit erhobenem Zeigefinger und mit provokanten Aktionen auf unsere Ideologien hingewiesen. Versucht, andere von unseren Ideologien mit Nachdruck zu überzeugen?

Die militante Veganerin, das halbnackte Schwulenpärchen auf dem CSD, oder auch die Aktivisten, die sich auf der Straße festkleben und Kunstgegenstände verschandeln. Und die Genderextremisten, die nicht müde werden, mich immer wieder zu korrigieren und darauf hinzuweisen, wenn ich mal nicht gegendert habe? Oder die Feministin, die alle Männer nieder machen möchte, weil jetzt „die Frauen mal dran sind“?

Diversity ist unangenehm. Da geht es nämlich darum, Defizite unserer Gesellschaft sichtbar zu machen und auf Menschen hinzuweisen, die nicht die gleichen Möglichkeiten und Rechte haben, wie die meisten anderen von uns. Das kann man nun sinnvoll finden oder nicht. Das blöde ist nur: Alles und Jeder, der nicht der „Norm entspricht“, findet sich früher oder später in der Kategorie „divers“ wieder. Ganz abhängig davon, wen wir diese „Norm“ definieren lassen.

Wir müssten gar nicht über Diversity diskutieren, würden wir die Fähigkeit mitbringen, Menschen, die wir nicht in den uns bekannten Schubladen unterbringen können, wertfrei, interessiert und entspannt zu begegnen. Das liegt allerdings nicht in unserer Natur, denn alles, was wir nicht kennen, nicht nachvollziehen können, riecht zunächst einmal nach Gefahr. Und genau diese Erkenntnis macht uns Menschen schwach und verletzbar. Klar, das ist frustrierend. Dann doch lieber „weg damit“. Die gute Nachricht: Wr können das lernen. Wir haben die Möglichkeit, die Genzen zu sprengen.

Diversity ist unangenehm und anstrengend.
Darum ist es einfacher, die Regenbogenfahnen langsam abzuhängen – Amerika macht es vor – viele in Deutschland aktive Unternehmen machen es nach.

Aber, was bedeutet das eigentlich, wenn Homosexuelle, Transmenschen, Frauenrechte, Behinderte, Religionsfreiheit, alte Menschen, Ausländer etc. langsam aus unserem Bewusstsein verschwinden? Müssen wir dann zukünftig alle so sein – so leben – so aussehen wie Trump, Vance, Urban und Weidel? Müssen wir hinnehmen, dass Menschen in der Gesellschaft oder auch im Job ungerecht behandelt werden, weil eben diese Typen die Normen für uns festlegen? Oder geht es darum, dass wir divers oder nicht, einfach die Klappe halten und Missstände hinnehmen sollen?

Diversity ist unangenehm und anstrengend.
Andererseits können wir überall dort, wo über Diverstiy gesprochen wird – wo Diversity gelebt wird, einfach so ein, wie wir sind – solange wir andere Menschen nicht schädigen. Wir können uns geben, wie wir sind. Wir können sagen, was wir wollen. Wir können unser Potential ausschöpfen. Überall dort, wie über Diversity gesprochen wird, finden wir einen Safe-Space für unsere inneren Werte.

Nimmt das nicht jedem von uns wahnsinnig viel Druck?
Wäre es nicht wunderbar, seine eigene Verletzbarkeit nicht mehr verstecken zu müssen?
Wäre es nicht befreiend, in einer Gemeinschaft stark sein zu dürfen, ohne dieses „verkrampfte Anpassen“ um jeden Preis – damit man gefällt? Könnten wir diese Enegie, die es braucht, sich zu verbiegen, nicht sinnvoller einsetzen?

Lasst uns doch einfach mal wieder miteinander reden, verschiedene Lebensweise akzeptieren und vielleicht sogar Anregungen für uns selbst aus dieser Offenheit ziehen. Das wäre doch richtig cool!

Ich möchte nicht, dass Frauen sich Gedanken darüber machen müssen, ob sie genauso viel verdienen wie ihre männlichen Kollegen. Ich möchte nicht, dass Homosexuelle Angst vor einem Outing der Kolleg:innen haben – schließlich arbeiten die als Menschen im Unternehmen. Ich möchte, dass Gefühl haben, dass ich über alles reden kann, ohne verurteilt zu werden.

Ich möchte nicht über Diversität sprechen.
Ich möchte über Freundlichkeit, Toleranz, Offenheit und Wertschätzung sprechen.
Ich möchte über ein WIR sprechen, damit wir Herausforderungen gemeinsam meistern und Probleme gemeinsam aus der Welt schaffen können.
Ihr auch?

Liebe Grüße
Euer Wolli (he/him)

Resilienz hat gerockt!

Liebe Leser:innen,

gestern hat Resilienz (mal wieder) gerockt.

Eine spannende Reise lag hinter mir, bevor ich gestern diesen Vortrag gehalten habe. Es war der Versuch, Resilienz aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.
„Resilienz rockt“ hatte nicht den Anspruch, mit Lösungen und Übungen aufzuwarten. Vielmehr war mein Ziel, Impulse und Denkanstöße zu geben, damit wir zwischendurch auch einmal in die Reflektion kommen.

Gestartet sind wir mit einem Songext zum Webinar, den ChatGPT geschrieben hat. Zugegeben, an der ein oder anderen Stelle ein wenig verwirrend, zeigte dieses Experiment einmal mehr, dass eine KI unsere eigenen Gedanken und Gefühle nicht so in Worte fassen kann, dass es der Individualität unserer Persönlichkeiten gerecht wird.

Neben vielen Gedanken zur kontextspezifischen Selbstwirksamkeit, habe ich das Resilienzdreieck, die verschiedenen Variationen der Dankbarkeit und die Positive Grundeinstellung noch einmal vorgestellt.


Alles mit den Fragen verbunden,
– in welche „Rolle“ wollen wir schlüpfen?
– Privat authentisch – im Job funktional?
– Was macht Erwartungshaltung mit uns und anderen?
– Wie kommen wir da hin: Bye bye Erwartungsdruck – hallo innere Freiheit?
– Wie können wir unseren Körper nutzen, wenn uns das Lampenfieber packt?
– Wie schaffen wir einen Raum für unsere Kompetenzen und Ressourcen?
– Wie entwickeln wir Mut zu „Unperfektheit“

Aufgrund der aktuellen Diskussionen haben wir die Bands Dankbarkeit und Positive Grundeinstellung in ein Battle geschickt. Wer hat wohl gewonnen?

Resilienz rockt:

„Resilienz ist wie ein guter Song: Du kannst nicht jede Note kontrollieren – aber du entscheidest, wie du spielst.“
„Resilienz ist der innere Beat, der dich weiterspielen lässt, selbst wenn das Leben den Takt ändert.“
„Resilienz ist wie Improvisation auf der Bühne: Du stolperst übers Kabel – und machst ’ne Show draus.“
„Resilienz ist keine harte Schale, sondern die Fähigkeit, auch schiefe Töne in eine neue Melodie zu verwandeln.“
„Resilienz ist die Kunst, aus jedem Rückschlag eine Zugabe zu machen.“
„Resilienz ist nicht, wenn alles perfekt läuft – sondern wenn du trotzdem die Bühne rockst.“

… und darum : Resilienz rockt

Liebe Grüße
Wolli (he/him)

Resilienz rockt!

Wie Dankbarkeit und Selbstwirksamkeit dich unkaputtbar machen…

Mentale Gesundheit, Motivation und Erfolg durch individuelle Resilienz und gestärkter Selbstwirksamkeit. Ein Fachvortrag über eine bunte Reise vom Resilienzdreieck zur Dankbarkeit.

Wie wir wissen, ist Individuelle Resilienz das Wundermittel vor, während und nach der Begegnung mit herausfordernden Situationen.

Es heißt: Wenn Dankbarkeit ins Spiel kommt, erreichen wir unsere Ziele schneller und mit Leichtigkeit. „Erfolgreiche“ Menschen machen es vor.

Oder ist es doch besser, Optimismus und eine positive Grundeinstellung zu pflegen?

Das schauen wir uns gemeinsam an:
Montag, 24.03.2025 von 15:00 bis 16:00 Uhr
live beim pme Familienservice
https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_94246

Lasst uns gemeinsam Resilienz rocken!
Ich freue mich drauf!

Liebe Grüße
Wolli (he/him)

Ein Raum für Konflikte beim pme Familienservice

Halli Hallo,

In der kommenden Woche startet das Gruppencoaching mit der wunderbaren Yvonne Hayward zum Umgang mit Konflikten beim pme Familienservice.

Ein Thema, dass aktuell immer wichtiger wird.

Ich durfte beim letzen Mal dabei sein und war begeistert (und das soll echt was heißen…) 🙂
Das Gruppencoaching ist humorvoll, praxisnah, einfühlsam und bietet überraschende Perspektiven. Das ganze findet in einem wertschätzenden und sicheren Rahmen statt. Der Wohlfühlfaktor wird hier groß geschrieben.

3 Räume, die unsere innere Kraft und den Umgang mit Konflikten stärken.

VA_96004 Ein Raum für Konflikte
Gruppencoaching mit Yvonne Hayward
Dienstag, 11.03.2025 von 15:30 bis 17:15 Uhr
Dienstag, 18.03.2025 von 15:30 bis 17:00 Uhr
Dienstag, 25.03.2025 von 15:30 bis 17:00 Uhr
virtuell über ZOOM

Raum 1
Hier nimmst Du Deinen persönlichen Umgang mit Konflikten intensiv wahr kreierst einen Konflikt-Rahmen.

Raum 2
Anhand von praktischen Beispielen aus Deinem Alltag, erfährst Du, Konflikt als ein positives Werkzeug für Veränderungen und Vertrauen zu nutzen.

Raum 3
Dieser Termin dient dazu eine Konflikt-Kultur in Deiner Abteilung, Deinem Unternehmen, Deinem Leben zu kreieren und zu etablieren.

Begleite unsere mehrfach ausgezeichnete Reiki Großmeisterin und Heilpraktikerin (Psychotherapie) Yvonne Hayward auf dem Weg zum physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Einklang, der die Basis für den Raum für Konflikte bildet.

Es gibt noch freie Plätze!
Meldet Euch an – es lohnt sich.

Hier gibt es mehr Infos:
https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_96004

Bei Rückfragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung:
Wolfgang.Boy@familienservice.de

Liebe Grüße
Wolli


Mehr als nur ein Trauerkloß

Die Veranstaltungsreihe zum Thema „Depressionen“

Liebe Leser:innen,

im vergangenen Jahr hatte ich im Rahmen eines Workshops zum Thema Unconscious Bias eine Begegnung, die ich heute mit Euch teilen möchte.
Im Rahmen der Selbstreflexion wurde folgende Frage diskutiert:
„Du weißt von Deinem Kollegen, dass er unter Depressionen leidet. Heute Abend findet Eure Firmenfeier statt, und dieser Kollege hat sein Kommen angekündigt. Was ist Dein erster Gedanke?“
Die Antwort einer Teilnehmerin:
„Hoffentlich bleibt der zuhause. Der vermiest uns ja allen die Stimmung.“

Ich möchte diese spontante Aussage nicht bewerten oder gar verurteilen. Auch möchte ich sie nicht pauschalisieren. Wir wissen alle: Umso weiter wir von Themen entfernt sind, umso abenteuerlicher werden unsere Assoziationen und Gedanken zu diesen Themen. Alles, was wir nicht kennen schreit „Gefahr!“ – mal lauter – mal leiser.

Und, wenn ich mir die politische Landschaft in Deutschland aktuell betrachte, ist da – nach meinem Empfinden – in den kommenden Jahren eher ein Rückgang an einem wertschätzenden Miteinander zu erwarten.

Darum ist es heute wichtiger denn je, sich anhand seriöser Quellen zu informieren und Stellung zu beziehen. Auch auf die Gefahr hin, dass man als woke beschimpft wird. Und auch darüber sollten wir einmal nachdenken: Was sagt es über Menschen aus, wenn sie über woken Schwachsinn sprechen? Woke bedeutet wachsames Bewusstsein für mangelnde soziale Gerechtigkeit – für Diskriminierung und Missstände. Und dieses Bewusstsein kann irgendwie nicht schwachsinnig sein.

Um auf die Begegnung in diesem Workshop zurückzukommen. Mich hat die Aussage der Teilnehmerin nachdenklich gestimmt und mich noch einmal darin bestärkt, auch in diesem Jahr wieder Veranstaltungen rund um das Thema Depressionen anzubieten. Der pme Familienservice NRW unterstützt mich bei diesem Vorhaben.

Ich freue mich, dass ich Euch heute die ersten 3 Termine bekanntgeben darf:


VA_97022 Mehr als nur ein Trauerkloß – Umgang mit Depressionen
Fachvortrag mit Impulsen und Tipps rund um die Themen: „Wie begegne ich mit Menschen, die mit Depressionen leben. Wie kann ich sie unterstützen und was sollte ich generell über die Erkrankungn wissen“.
Mittwoch, 16.04.2025 von 15:00 bis 16:00 Uhr
Virtuell über ZOOM

Mehr Infos / zur Anmeldung:

https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97022


VA_97023 Mehr als nur ein Trauerkloß – LEBEN mit Depressionen
Fachvortrag mit Impulsen, Gedanken und Tipps, die das Leben mit Depressionen ein wenig bunter gestalten können.
Freitag, 23.05.2025 von 15:00 bis 16:00 Uhr
Virtuell über ZOOM

Mehr Infos / zur Anmeldung:

https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97023


VA_97024 Mehr als nur ein Trauerkloß – Der Austausch
Live-Austausch für Betroffene, Freunde, Kolleg:innen, Vorgesetze und Interessierte in einem sicheren, wertschätzenden und sichtbaren Rahmen.
Freitag, 06.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr
Freitag, 13.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr
Freitag, 20.06.2025 von 15:00 bis 16:30 Uhr

Virtuell über ZOOM

Mehr Infos / zur Anmeldung:

https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_97024


Ziel ist es, Berührungsängste, Hemmungen, Vorurteile abzubauen und den wertschätzenden Umgang zu stärken. Lasst uns mit alten Stigmen aufräumen und lasst uns Menshen unterstützen, die mit diesem Thema zutun haben. Lasst uns wieder ein bisschen zusammenrücken und die Menschlichkeit feiern!

Ich freue mich auf Euch.
Mit besten Grüßen
Wolfgang Boy (he/him)

Der Nachtgedanke – Reise ins Bildungssystem der 70iger

Wie viele von Euch wissen, bin ich seit fast 6 Jahren als Tainer und Referent unterwegs. Und selbstverständlich besuche ich viele Veranstaltungen und Foren, um mein Wissen und meine Fähigkeiten zu vertiefen. Dazu gehört auch, die eigene Vorgehensweise zu reflektieren und gegebenenfalls zu korrigieren oder zu verändern. Das ist ja genau das, was an dieser Aufgabe – neben den interessanten und inspirierenden Begegnungen bei den Workshops – Spaß macht. Ich habe die Möglichkeit, mich und meine Ansätze weiterzuentwickeln.

Bei jeder externen Veranstaltung, die ich besuche, mache ich mir bewusst, dass da vor mir Menschen stehen, die Wissen vermitteln. Menschen mit Geschichten, mit Stärken und Schwächen, mit unterschiedlichen Werten und Erfahrungen. Und oftmals ist das Gelingen einer Veranstaltung auch ein wenig von der Tagesform abhängig. Aus all diesen Gründen fällt es mir in der Regel schwer, eine Veranstaltung negativ zu bewerten. Ich weiß, da steckt sehr viel Arbeit drin.

Und, ich kann natürlich niemals ausschließen, dass mich Personen mit ihrem Verhalten, Ihrer Art sich auszudrücken und vielleicht manchmal auch mit ihrer Persönlichkeit aufwühlen. Schließlich bin ich auch nur ein Mensch, und ich trage meine Päckchen mit mir rum. Wenn man sich entscheidet, das zu tun, was ich tue – egal, ob als Trainer oder Coach, heißt das ja nicht, dass ich die Weisheit mit Löffeln gegessen habe und nicht ab und zu in alte Verhaltensmuster falle.

Am vergangenen Donnerstag und Freitag habe ich wieder einmal eine Weiterbildung besucht. 16 Stunden Online! Vorgestellt wurden Coachingtools wie Das innere Team, Timeline, Genogramm und Das innere Kind.

Und? Was soll ich sagen?

Es war eine Reise in das Bildungswesen der 70iger Jahre. So, wie ich es in der Schule kennengelernt habe. (Verdammt lang her!)

Eine Welt, in der „Bildungskräfte“ Ihr Programm herunterrattern und auf Rückfragen unsensibel mit der Tendenz zur Arroganz reagieren. Die Schüler:innen abholen? Die Schüler:innen motiveren? Herzblut für ihre Themen? Fehlanzeige! Dafür sind, so wurde es auch mehrfach betont, die Lehrkräfte nicht „zuständig“.

Da wurden sensible Tools in der Coaching-Weitebildung vorgestellt, die eigentlich Ihren Platz in der Psychotherapie haben. Und auf Rückfragen, wie die Tools eingeleitet oder eingesetzt werden, spricht die Dozentin davon, dass wir uns mal nicht immer so einen Leistungsdruck machen sollten.

Und auf den Einwand hin, dass wir im Umgang mit Menschen ja nun auch eine gewisse Verantwortung haben – selbst als Coach – , hieß es: Das sind gesunde und erwachsene Menschen, die dafür selbst die Verantwortung tragen müssen.

Angesprochen auf den Wohlfühlfaktor, der ja in meinen Augen einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leistet, dass Menschen sich öffnen und am Ende etwas mitnehmen, wäre die Dozentin (wahrscheinlich) gerne in höhnisches Gelächter ausgebrochen. Das hat sie sich dann aber doch verkniffen und gesagt: Naja, wenn die Leute nur zu Dir kommen, weil es bei Dir so nett ist…

Willkommen im alten Schulsystem.

In einem Schulsystem, in dem sich „Arbeit“, Lernen, Weiterentwicklung und Reflektion auf der einen Seite – und Begeisterung, Motivation, Freude und Spaß auf der anderen Seite – gegenseitig ausschließen.

Sorry, aber dabei empfinde ich das starke Bedürfnis, mal ordentlich in die Ecke zu kotzen!

Und die Reise ging weiter (zur Erinnerung: 16 Stunden, online).

Ich habe sehr viel darüber erfahren, was Frauen sind und was Frauen können – und vor allem was Männer eben nicht wissen. Auf die Bitte hin, bei Klischees und Generalisierungen einen Gang zurückzuschalten, habe ich fast alles über das Patriachat erfahren. War jetzt nicht viel neues dabei. Und irgendwie hatte ich den Verdacht, dass eine solche Weiterbildung nicht unbedingt der richtige Ort für so etwas ist.

Denn. Ist es nicht gerade an uns, die im täglichen Kontakt zu Menschen stehen, mit Vorurteilen, Voreingenommenheit und Ausgrenzung aufzuräumen? Wenn es wirklich zur Coachingsausbildung gehört, Unconscious Bias zu nähren, dann bin ich da wohl falsch – das ist mir echt zu anstrengend.

Das Modell des Inneren Teams wurde von der Dozentin mit einer Freiwilligen demonstriert. Vor 18 laufenden Kameras wurden intime und reflektierende Fragen gestellt und auf Antworten gedrängt. Gott sein Dank, haben fast alle Teilnehmer:innen im Verlauf die Kameras ausgeschaltet, nachdem ich im Chat darum gebeten habe. Der Teilnehmerin hat das alles nichts ausgemacht, sagt sie. Ich persönlich konnte das kaum mit ansehen, weil ich den Eindruck hatte, dass die Versuchsperson zu Antworten gedrängt wurde. Das liegt allerdings daran, dass ich selbst noch sehr viel aufzuarbeiten habe, sagt die Dozentin. Man muss ja erst einmal bei sich selbst aufräumen bevor man als Coach unterwegs ist. Wie wahr! Ein wenig Sensibilität, Empathie, eine professionelle Anleitung, Kommunikation auf Augenhöhe und die Erschaffung eines sicheren Rahmens – das alles gehört allerdings auch dazu.

Aber, das ist lediglich meine Meinung.
Und wer bin ich schon?
Ich bin ja nur ein Mann, der das Patriachat aktiv unterstützt und stehe als Sinnbild für das Leid und die Diskriminierungen, die Frauen seit Jahrtausenden erfahren.
Fuck, und ich wusste das anscheinend nicht!

Selbstverständlich trage auch ich schwarze Flecken mit mir herum, die die Dozentin eventuell sichtbar gemacht hat, was zu dieser „etwas übertriebenen Auseinandersetzung mit diesen zwei Tagen“ geführt haben könnte.

Ich liebe meinen Job.
Ich liebe das, was ich tue.
Und ich liebe es, Menschen in meinen Workshops und Vorträge zu begegnen. Ihre Sichtweisen, Ihre Perspektiven, Ihre Ressourcen, Stärken und Schwächen (zumindest im Ansatz) kennenzulernen.

Und es gehört schon einiges dazu, mich meiner Begeisterung für diese Themen, meiner Motivation und meinem Humor zu berauben. Wisst ihr auch warum? Weil ich sonst leer bin. Und genau das haben mir meine Gefühle in den Tagen nach dieser Weiterbildung ganz deutlich gezeigt. Bleibt die Frage, ob man für diese Erkenntnis so viel Geld ausgeben sollte.

Am Ende bestätigt sich wieder einmal das Zitat von Maya Angelou, das in dem oben beschriebenen Rahmen nett belächelt wurde:
Menschen mögen vergessen, was Du gesagt hast
Menschen mögen vergessen, was Du getan hast
Aber Menschen vergessen niemals das Gefühl, dass Du in ihnen ausgelöst hast.

Ich werde mich auf jeden Fall an dieses Gefühl, dass mir die Dozentin vermittelt hat, noch lange erinnern.

Und einen Lerneffekt hat das ganze für mich auf jeden Fall: Ich werde – auch, wenn es als Coach angeblich nicht wichtig ist – zukünftig noch mehr darauf achten, dass ich in meinen Formaten ein gutes Gefühl vermittel, einen Safe-Space aufbaue, auf Augenhöhe kommuniziere und den „Begriff“ der Wertschätzung leben.

Vielen Dank Frau Dozentin!

Liebe Grüße
Euer Wolli

What´s up next? – 7 Tage – 7 Kommunen

Themen, Trends und Angebote für die Generation 50+ sowie Seniorinnen und Senioren bietet die Aktionswoche Senioren in der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Der BürgerSTÜTZPUNKT+ der VG Weißenthurm und der Pflegestützpunkt haben gemeinsam mit zahlreichen Netzwerkpartnern ein umfangreiches, informativ-unterhaltsames Programm für die Woche zwischen dem 2. und dem 8. November 2024 zusammengestellt. Das Besondere: Die Aktionswoche ist an jedem Tag in einer anderen Kommune zu Gast.

Und, wisst Ihr was?
Ich bin auch dabei!

ErlebnisWorkShops mit hohem Wohlfühlfaktor, viel Humor und ganz viel positiver Energie. Konzipiert für alle über 50, die gerne lachen, Ihre Fantasie aktivieren, sich fit halten und anderen Menschen in einem wertschätzenden Rahmen begegnen möchten.

Ganz nach dem Motto „Wer nicht rastet, der rostet auch nicht…“, haben wir ein Training speziell für die Bedürfnisse von Senioren erstellt.

Lachen, Bewegungen, Begegnungen – und das alles mit dem Anspruch eines hohen Wohlfühlfaktors:
– Wir bleiben in Bewegung
– Wir bleiben optimistisch
– Wir bleiben neugierig
– Wir bleiben gelassen und entspannt
– Wir bleiben gesellig
– Wir lachen und haben Spaß

Mit humorvollen Elementen aus den Bereichen Life Kinetik, Brain-Gym und Angewandter Improvisation sorgen wir für positive Stimmung. Und „ganz nebenbei“ aktivieren und verbessern wir auf spielerische Weise unsere Leistungsfähigkeit.

Brain-Gym – Durch körperliche Bewegungsabläufe Konzentrationfähigkeit und Gehirnaktivitäten steigern

Life-Kinetik – Leichte Übungen zur sanften und effektiven Auflösung von Blockaden, Ängsten, Sorgen, Schlafstörungen

Humorvolle Kommunikationsübungen zur Festigung der Selbstwirksamkeit

Anregung der Fantasie und Stärkung der Identifikation durch leichte, humorvolle Szenenübungen und Rollenspielen.

Mehr Infos und zur Anmeldung geht es über die QR-Codes:


Es was der Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini
Eine humorvolle Reise in die Welt des deutschen Schlagers mit leichten Bewegungsübungen, einem Quiz, improvisierten Szenen, vielen positiven Erinnerungen und einer Menge Musik.


Lachen ist die beste Medizin
Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen einem herzhaften Lachen und einem künstlichen Lachen. Wie wir positive Signale an unser Gehirn senden und unsere Stimmung aufhellen, zeigen wir in diesem Workshop. Von den neusten Erkenntnissen der Neurologie bis zum Lach Yoga. Hier wird gelacht, bis sich die Balken biegen.


Mach Dich mal locker
Entspannung, Achtsamkeit, Konzentration und stimmungsaufhellende Übungen stehen im Mittelpunkt dieses Workshops. Einfache Übungen mit großer Wirkung in einem sicheren, humorvollen und wertschätzenden Rahmen.

Ich freue mich auf viele humorvolle Begegnungen.

Mit besten Grüßen
Wolfang Boy (he/him)
ZAI-Trainer / Referent / Coach

Herbst und Gute Laune im Sinneswald in Leichlingen

der Herbst lädt uns ein, innezuhalten und die Natur in all ihrer Farbenpracht zu genießen. In dieser inspirierenden Jahreszeit lädt der pme Familienservice zu einem ganz besonderen Kommunikationsworkshop im magischen Ambiente der Alten Spinnerei und des Sinneswaldes in Leichlingen ein.

VA_90082 Wie von Sinnen – Schlagfertige und HUMORvolle Kommunikation
Samstag, 26.10.2024 von 11:00 bis 16:00 Uhr
Spinnerei Braun + Brudes – SinnesWald, Wietsche 1, 42799 Leichlingen

In einem wertschätzenden, sicheren und humorvollen Rahmen, umgeben von wärmendem Kaminfeuer und dem Duft der Natur, möchten wir uns gemeinsam mit dem Thema Klarheit, Achtsamkeit, Spontantität und Humor in der Kommunikation beschäftigen. Wie gelingt es uns, Blockaden und Hemmungen abzubauen?

Zwischen gemütlichen Gesprächen und praktischen Übungen werden wir uns bewusst Zeit nehmen, unsere Kommunikation zu reflektieren und zu verbessern – sowohl im persönlichen als auch im beruflichen Kontext.

Was erwartet Euch:

  • Spannende Impulse und Übungen zur wertschätzenden und lösungsorientierten Kommunikation
  • Gemeinsamer Spaziergang durch die herbstliche Natur mit einem Besuch der aktuellen Ausstellung im Sinneswald „HUMOR“ zur Inspiration und Reflexion
  • Gemütliche Kaminrunde mit heißen Getränken, Snacks und Raum für Austausch
  • Tipps und Techniken, um Spontanität und Schlagfertigkeit zu stärken
  • Viel Spaß und noch mehr Humor

Lasst uns diese besondere Jahreszeit gemeinsam nutzen, um in entspannter Atmosphäre neue Kommunikationswege zu entdecken und vorhandene Ressourcen zu entstauben.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier:
https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_90082

Mehr Informationen und die Möglichkeit
zur Anmeldung gibt es hier:

https://www.familienservice.de/veranstaltungen?bnr=VA_90082

Ich freue mich auf diesen Wohlfühltag mit wertvollem Austausch in einem magischen Ambiente!

Fragen?
Dann freue ich mich auf Eure Kontaktaufnahme: wolfgang.boy@familienservice.de .

Herzliche Grüße
Wolfgang Boy (he/him)

25 Jahre Trauerkloß – Umgang mit Depressionen

Am vergangenen Montag habe ich endlich die Gelegenheit bekommen und den Mut gefunden, über eines meiner Herzensthemen zu sprechen: Über das Leben mit Depressionen.
Das Besondere an diesem Format: Kein Vortrag von Wissenschaftler für Teilnehmendem – kein Vortrag von Therapeut für Teilnehmendem – sondern ein Vortrag von Mensch zu Mensch. Rund 100 Menschen schauten sich das Format an. Und dem Feedback nach zu urteilen, ist das gut angekommen. Darüber freue ich ich natürlich sehr.

Was gab es alles?
Wir haben uns ein wenig Statistik angeschaut, einen kurzen (ganz kurzen) Abstecher in die Neurologie gemacht, über Stigmatisierungen und den Umgang gesprochen, einige Prominente getroffen, einen Blick auf die Kommunikation geworfen, Tipps und Übungen angeschaut, die die Stimmung aufhellen. Es gab sogar Ernährungstipps. Und vor allem haben wir uns angesehen, welche Stärken und besondere Fähigkeiten Menschen entwickeln, die mit Depressionen leben.

Im nächsten Schritt möchte ich über den pme Familienservice Menschen zusammenbringen: Egal, ob Du selbst betroffen bist, jemanden kennst, der an Depressionen leidet, oder einfach mehr über dieses Thema erfahren möchtest – Alle sind herzlich Willkommen zu einem Erfahrungsaustausch in virtuellen Kleingruppen von bis zu 10 Personen.

In einem geschützten, wertschätzenden und lockeren Rahmen werden wir uns autauschen, Erfahrungen und Strategien teilen, einander zuhören und gemeinsam darüber sprechen, wie wir diese herausfordernde Situation besser verstehen und bewältigen können. Von Mensch zu Mensch!

Dieser Austausch soll dazu beitragen, ein kleines Stück der Last durch Akzeptanz und den Abbau von Unsicherheiten zu nehmen.

Im November geht es los:
VA_93740 Mehr als nur ein Trauerkloß – Leben mit Depressionen
Montag, 25.11.2024 von 19:00 bis 20:30 Uhr
Montag, 02.12.2025 von 19:00 bis 20:30 Uhr
Montag, 09.12.2025 von 19:00 bis 20:30 Uhr
virtuell über ZOOM

Zunächst sind 3 Termine geplant, weitere folgen im Januar.
Ich bin gespannt und freue mich riesig auf Euch!

Mit besten Grüßen
Wolfgang Boy (he/him)


… und bereits am kommenden Montag findet beim pme Familienservice unser Gruppecoaching


VA_92935 Die nächste Fahrt geht rückwärts!
– Stop das Gedankenkarussell
Montag, 14.10.2024 von 17:00 bis 20:00 Uhr
virtuell über ZOOM

Wir tauschen uns über Tricks und Methoden aus, wie wir das Gedankenkarussell zum Stillstand bringen können. Erlebt in einem humorvollen und sicheren Rahmen die exclusive Mischung aus Impulsen, Übungen und kollegialem Austausch des pme Familienservice. Es gibt noch einige, wenige Plätze.